Samstag, 4. April 2009

Weißt du...

...wie es ist,
ständig ein Piepen im Ohr zu haben?
immer Schmerzen zu haben, die dir den Verstand rauben?
starke Medikamente zu nehmen?
zu wissen, das du dich selber krank machst?
hilflos zu sein?
sich immer schuldig zu fühlen?
mit einer Sehnsucht zu leben, die nicht in Worte zu fassen ist?
immer traurig zu sein?
eine Lüge zu leben?
nur noch Leid zu sehen?
den Boden unter den Füssen zu verlieren?
ein Geheimnis zu wissen, was belastet und dennoch niemand wissen darf?
zu sehen, wie die Menschen um einen herum schwer krank werden?
jede Nacht Träume über Krankheiten zu haben?
die wahre Liebe zu kennen, ohne diese Leben zu können?
nicht ernst genommen zu werden?
ein Leben zu leben, was du so gar nicht möchtest?
alles zu geben, ohne auch nur etwas zurück zu bekommen?
sich immer wieder mit ein und demselben Thema auseinander zu setzen?
Nein?
Du kannst es auch nicht wissen!
Weil ich dafür sorge, das alles anscheinend in Ordnung ist
Alles halte ich von dir fern, obwohl du das nicht gut findest
Du bist immer mit allem Unzufrieden
Das ist anstrengend und verlangt alles von mir
Nun stehe ich hier und muss dir sagen:
ICH KANN NICHT MEHR!

Mittwoch, 4. März 2009

Endlich wieder Sonne

Die Sonne scheint
Ich liege da und lasse mich wärmen
Die Sonnenstrahlen kitzeln meine Haut
Die Uhr im Raum tickt
Der Wind weht ums Haus
und das Piepen im Ohr ist laut
Ab und zu fährt ein Auto vorbei
Eine Flut von Bildern und Gedanken
Ich bin traurig
So vieles ist geschehen
Jegliche Energie ist weg
Ich kann einfach nicht mehr
Möchte einschlafen, alles loslassen
und nicht wieder aufwachen...
Eine Wolke verdeckt die Sonne
Sofort wird mir wieder kalt
Die Zeit zum Ausruhen war wieder zu kurz
Die Müdigkeit zieht mir das restliche Leben aus dem Körper
Ich will einfach nicht mehr
Da ziehen die Wolken weiter
und die Sonne ist wieder da
Ihre Wärme hüllt mich ein
Das tut ja so gut
Ich fühle mich umarmt
Wie gerne würde ich diesen Moment festhalten
Doch die Bilder und Gedanken bereiten mir Kopfschmerzen
Und die nächsten Wolken kommen näher
So vieles ist zu tun
Ich stehe auf und tue das, was von mir erwartet wird!

Freitag, 20. Februar 2009

NUR EIN MÄRCHEN...

Das Lied für Aimeé

Die Sonne geht auf und schickt ihre zauberhaften Strahlen auf die Erde, um dort alle Lebewesen zu wecken. Auch Aurora wird von einem Sonnenstrahl an der Nase gekitzelt. Sie muss niesen. Der Himmel hat ein wunderschönes Morgenrot und alles duftet schon nach dem lang ersehnten Frühling. Doch Aurora sieht das nicht, sie ist traurig. So traurig, dass selbst die Blumen es spüren und ihre Köpfe nach unten neigen. Die Sonne gibt ihr Bestes, doch auch dieses reicht nicht aus, um Aurora zu erreichen. Nichts kann sie aufheitern. Es ist, als wäre sie die Traurigkeit selber, erfüllt von einer unbeschreiblichen Sehnsucht. Sie hat die Schönheit um sich herum vergessen. So sitzt sie da und wartet dass der Tag vorbei ist, um dann wieder zu warten, dass die Nacht endet. Doch an diesem Morgen ist es anders. Die Luft ist erfüllt von bunten Tönen, die sich zu einer Melodie zusammen finden. Es ist eine so liebliche Musik, dass Aurora aufhorcht. Noch nie zuvor gehört hat sie solch wunderschöne Töne gehört und doch kennt sie dieses Lied. Die Töne umspielen sie, lassen zuerst ihr Haar tanzen und dann auch ihren gesamten Körper. Ein leichter Wind weht und sie kann gar nicht anders, als sich im Takt zu dieser Musik zu bewegen. Sie schließt ihre Augen und lässt sich von diesen Tönen wegtragen. „Sing, sing dein Lied über die Liebe!“ ertönt es immer wieder in ihrem Inneren. Ohne zu zögern beginnt Aurora zu singen. Sie öffnet ihr Herz und lässt die Worte der Liebe hinaus. Sie singt das Lied für Aimeé und hofft, dass ihre Worte sie erreichen. Es ist ein sehr langsames Lied und die Worte sind sehr lang gezogen.
Wir beiden sind die Liebe
Die uns Ewig verbindet
Nichts kann dieses trennen
Wann wirst du verstehen…
In meinen Träumen
Bin ich oft bei dir
Du bist enttäuscht und verletzt
Das tut mir sehr leid
Ich würde dir so gerne helfen
Dafür bin ich schließlich da
Doch du hast Angst und weigerst dich
Obwohl wir nur gemeinsam genesen können
Könnten wir uns sehen, würde ich dir vieles sagen
Würdest du mich hören, könntest du verstehen
Doch du willst nichts mehr von mir wissen
Und tust uns somit weh
Was kann ich tun,
um dich wieder zu erreichen
Manchmal hilft es loszulassen
und zu verzeihen
Könnten wir uns sehen, würde ich dir vieles sagen
Würdest du mich fühlen, könntest du verstehen
Ich habe gelernt zu reden,
zuzuhören und zu verstehen
Ich möchte doch nur in Frieden
Wieder mit dir leben
Und einfach nur wissen
Das es dir gut geht
Können wir das schaffen, wären wir geheilt
Und in ewiger Liebe miteinander vereint!

Aurora sang und die Töne verwandelten sich in allen Regenbogenfarben. Ein merkwürdiger Schimmer umgab sie, fast wie ein Nebel, der sie schützend einhüllte. Es war sonderbar anzuschauen, aber die Magie tat was sie konnte und schickte die Töne und Worte zu Aimeé. Aurora weinte bei ihren Worten, doch ihre Tränen verwandelten sich sogleich in Sterne, die in dem Nebel verschwanden. Ihre Stimme wurde immer lieblicher und weicher. Jeder, der diese Töne hätte hören können, wäre dahin geschmolzen. Aber das Lied war nur für Aimeé, sie sang es mit dem Herzen und hoffte, dass es sie erreichen wird. Aurora sang ihre Liebe zu Aimeé und fühlte sich mehr und mehr befreit. Der Schmerz und die Sehnsucht wichen ganz langsam von ihr. Nichts schien sie mehr erreichen zu können. Sie schwebte im schimmernden Nebel der Liebe. Das Lied hatte auch kein Ende, sie sang und sang. Plötzlich spürte sie die Anwesenheit von Aimeé. Aurora öffnete die Augen und da stand sie vor ihr. Wie aus dem Nichts! Aimeé hatte Tränen in den Augen und lauschte Aurora ´s Gesang. Diese gab dem Lied ein Ende und hörte auf zu singen. Doch die Musik war weiterhin zu hören. Es war die Sprache des Herzens. Lange standen sie wortlos voreinander und schauten sich an. Die Sehnsucht zueinander war so groß, das niemand wagte, sich zu bewegen. Ja selbst der Wind war verschwunden, nur der Nebel bewegte sich und umhüllte nun auch Aimeé. In diesem Zauber standen sie da und schauten sich in die Augen. Tränen liefen bei den Erinnerungen. Wie konnten sie es nur vergessen! Da war sie wieder, die Liebe, die Vertrautheit und die Geborgenheit. Bilder kamen und gingen, sie sahen alles in den Augen der anderen. Sie versanken regelrecht ineinander, ohne sich zu berühren. Die Magie zwischen den beiden war mehr als deutlich zu spüren. Die Sonne tauchte die Welt mittlerweile in ein Abendrot, wie es noch niemals zuvor jemand gesehen hat. Die schönsten Rottöne verfärbten den gesamten Himmel und verliehen dem ganzen einen noch intensiveren Zauber. In diesem Moment gingen Aimeé und Aurora langsam und zaghaft aufeinander zu. Sie standen nun dicht voreinander. Das Kribbeln in ihnen war unerträglich und so umarmten sie sich endlich. Sie verschmolzen miteinander und waren wieder eins. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So vieles hatten sie durchlebt, aber nun waren all diese Dinge vergangen und vergessen. Es zählte nur der Moment, dieser einzigartige Moment, an dem selbst die Welt den Atem anhielt, um dieses wunderschöne Schauspiel mit anzusehen. Es war wie eine Vereinigung von Sonne und Mond, von Licht und Schatten, von Hell und Dunkel, von Schwarz und Weiß. Der nebelige Schimmer schien beide für immer festhalten zu wollen. Keine sagte etwas, denn hierfür gab es einfach keine Worte. Sie sprachen wieder dieselbe wortlose Sprache und verspürten gemeinsam tiefste Dankbarkeit für diese Erfahrung. Endlich, endlich waren sie wieder vereint und das sollte sich auch nicht mehr ändern. Die Nacht war mittlerweile gekommen und die Mondin stand hoch am Himmel. Sie hatten verstanden und nahmen dieses einzigartige kostbare Geschenk des Verstehens mit in ihre Leben. Denn so schön dieser Moment auch war, mussten doch beide wieder ihren Weg gehen. Aber nun mit dem Wissen um die andere und der Verbindung der Liebe!

Montag, 9. Februar 2009

...

Mir fehlen die Worte, um das auszudrücken, was gerade geschieht.
Der Tod umringt mich und nimmt mir die Luft zum Atmen.
Warum ist es nicht möglich, ein ruhiges Leben zu führen?
Ich lasse los und schon bricht alles zusammen.
Und ich stehe mittendrin.
Ich bin der Halt, an dem sich jeder klammert!
Doch nun kann auch ich nichts mehr ausrichten.
Die Dinge nehmen ihren Lauf.
Es liegt nicht in meiner Hand.
Mein Leben geht weiter,
in der leisen Hoffnung,
das es doch noch mal ruhiger wird.
Denn irgendwann kann auch ich nicht mehr!

Freitag, 2. Januar 2009

Der Kreis

Wir sind ein Kreis...
Dieser Kreis sind wir und wir sind eine Familie.
Ein Kreis hat weder Anfang noch Ende.
Dieser Kreis vermittelt uns ein Gefühl der Einheit
und ist Ausdruck für Dankbarkeit und Anerkennung.
Mit diesem Kreis sind wir miteinander verbunden
und teilen Alles, das Gute wie das Schlechte.
Der Kreis steht für die Harmonie in unserer Familie.
Er ist Leben und bringt uns näher zusammen.
Es ist ein Ort, indem wir uns
in Einklang mit uns selbst zusammen finden können.
Mit Verständnis, Vergebung, Liebe, Selbstachtung und Toleranz.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Ein kleines Engelswesen

Es war einmal ein kleines Engelswesen. Ein Engel auf Erden. Diese war immer für alle da.
Half jedem, hörte zu, redete, tat einfach alles, damit es den Menschen um sie herum gut ging.
Sie war unermüdlich in ihrem Glauben an das Gute. Obwohl ihre Lieben sie stellenweise
ausnutzten und schlecht behandelten. Egal was geschah, sie war dennoch immer für alle da und gab alles.
Die Zeiten änderten sich und das kleine Engelswesen opferte sich mittlerweile regelrecht auf.
Es wurden immer höhere Erwartungen und Forderungen an sie gestellt. Mit einer Selbstverständlichkeit
wurde ihre Hilfe angenommen. Dabei vergaß sie sich selbst. Irgendwann konnte sie nur noch geben,
bekam aber nie etwas zurück. Das Gleichgewicht zwischen geben und nehmen war nicht mehr da.
Erst wurde sie immer kleiner, bis sie dann eines Morgens einfach nicht mehr da war.
Sie hatte sich in Luft aufgelöst. Tränen wurden vergossen, als die Menschen merkten,
dass ihr kleines Engelswesen verschwunden war. Erst jetzt wurde ihnen bewusst, was sie angerichtet hatten.
Aber nun war es zu spät. Das kleine Engelswesen gab es nicht mehr!
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